19.12.2007

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Die Köpperner Mühlen zum Nachlesen

Köppern (fw). Mühlen haftet seit jeher der Mythos des Mystischen an. In Sagen und Märchen spielen sie eine wichtige, manchmal sogar beängstigende Rolle. Man vergisst dabei allzu leicht, dass Mühlen in früheren Jahrhunderten nicht nur Triebfedern der wirtschaftlichen Entwicklung waren, sondern auch notwendige Einrichtungen, um die Versorgung der Bevölkerung mit Grundnahrungsmitteln und Bekleidung sicherzustellen. Es sind vor allem die zahlreiche Mühlen am Erlenbach und seinen Mühlgräben, welche die Geschichte von Köppern geprägt haben. Sein erste urkundliche Erwähnung im Jahre 1269 erfolgte im Zusammenhang mit der Tannenmühle.

Jetzt wurde eine ausführliche Dokumentation über die Köpperner Mühlenindustrie veröffentlicht. Die beiden Autoren der Dokumentation, Sohn und Vater, Jonas und Holger Belzer, sind im Frühjahr eher zufällig auf die Köpperner Mühlengeschichte gestoßen. Auslöser war eine Schularbeit des jetzt zwölf­jährigen Jonas, der heimatkundliche Themen zur freien Auswahl hatte. Der Schüler entschied sich für die Mühlen in seinem Heimatort.

„Bei der Recherche wurde uns sehr schnell deutlich, dass die Thematik und die Archive weit mehr Informationen hergeben würden als wir für ein Schulreferat von maximal 15 Minuten benötigten. Was wir so fanden, war hoch interessant. Deshalb entschlossen wir uns, alle bisher gesammelten Erkenntnisse zusammenzufassen und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen", erklärte Holger Belzer.

Unterstützt wurden die beiden Autoren dabei von den Köpperner Hobby-Historikern Au­ust Will und Joachim Hoffmann sowie dem Verein „Lebendiges Köppern.", dem Herausgeber der 64-seitigen zahlreich bebilderten Dokumentation.

Die Broschüre kann zu einem Preis von zehn Büro im Schreib- und Lotto-Toto-Laden Augsburg, bei Gartenbedarf Schneider sowie in der Bäckerei Kraus erworben werden. Für zwölf Büro inklusive Porto und Versand kann die Dokumentation auch unter der E-Mail-Adresse muehlen@taurachsoft.com bestellt werden.