Bergbau in Weißpriach


Ein altes Knappenlied, das früher im bergwerksreichen Lungau viel gesungen wurde und sogar noch in in den 20er Jahren des letzten  Jahrhunderts gut bekannt war, lautete: 

Der Bergmann im schwarzen Gewände so schlicht
Gräbt Schätz' aus der Erde, doch man achtet sein nicht;
Gräbt Schätz' aus der Erde von Silber und Gold,
für sich selbst hat er kaum das tägliche Brot.

Auch im Weißpriachtal mag dieses Lied oftmals erklungen sein; denn viele Knappen, Bergleute und Hüttenarbeiter haben hier in den vergangenen Jahrhunderten gelebt und schwer gearbeitet. 

Ignaz Kürsinger berichtet in seinem Lungauer Buch von 1853 auf Seite 584, daß "Gregor Lederwasch, Ingenieur und Maler in Tamsweg", vom Erzbischof und Landesfürsten Hieronymus Colloredo um 1790 beauftragt worden war, Vermessungen vorzunehmen und Pläne und Kostenvoranschläge für eine Verlegung der lawinengefährdeten Radstädter Tauernstraße in das Weißpriachtal, den Oberhüttensattel und das Forstautal auszuarbeiten. Bei dieser Arbeit hat Lederwasch die gesteinsmäßige Beschaffenheit des Weißpriachtales sicher bestens kennengelernt. Und "als Lederwasch seinen technischen Befund dem Erzbischofe durch das Pfleggericht Tamsweg einsandte, machte er in seinem Begleitberichte auch aufmerksam, daß der Weißpriach Winkel reich an edlen Metallen und einer Untersuchung durch einen geschickten Bergmann wert sei."

Eine Begleit-Absicht dieses Straßenbauobjektes war also auch die Erschließung der Bodenschätze gewesen. Infolge der Franzosenkriege, der Flucht des Erzbischofes und der Aufhebung des Fürstentums ist dann diese Straßen-Zurückverlegung auf die ursprüngliche frühgeschichtliche und mittelalterliche Route unterblieben. Aber um diese Zeit von 1790 waren durch den weltweit gewordenen Handelsverkehr die Lungauer Bergwerke sowieso längst unrentabel geworden, auch wenn man das aus hergebrachter Denkgewohnheit vorerst noch nicht recht wahr haben wollte. 

Die Defizite zwangen aber damals schon der Reihe nach zu Stillegungen. Aus früheren Jahrhunderten aber hören wir immer wieder von reger Schürftätigkeit im Lungau. Sicher haben schon die Kelten und nach ihnen die Römer das "norische Eisen" abgebaut und an der Zinkwand die Edelmetalle gesucht, und erst recht haben sich im 7. und 8. Jahrhundert die Slawen daran versucht. Das Weißpriacher Kupfer ist sehr begehrt gewesen. 

Aber die erste urkundliche Nachricht liegt uns aus dem Jahre 1287 vor. Sie ist zu finden im Salzburger Urkundenbuch Bd. IV, Nr. 142 und berichtet darüber, daß der damalige Landesfürst und Erzbischof Rudolf von Hoheneck (1284-1290) im Mai jenes Jahres auf dem Salzburgischen Schlosse Fohnsdorf, nördlich vom heutigen Judenburg, eine Urkunde ausgestellt hat, worin er seinem Domkapitel über dessen Bitten alle ihm als obersten Grundherrn zustehenden Schurfrechte auf den domkapitlischen Besitzungen im Lungau überläßt. "Falls sich daselbst Gold, Silber oder anderes finden sollte", so will er zu Gunsten des Domkapitels auch auf die sogenannten "Vanchpfennige" = Fangpfennige, das heißt, auf die Fundgebühren und grundherrlichen Ertrags-Anteile bei diesen Bergwerken verzichten.  "Vanchpfennige" = Fangpfennige, das heißt, auf die Fundgebühren und grundherrlichen Ertrags-Anteile bei diesen Bergwerken verzichten.  "Vanchpfennige" = Fangpfennige, das heißt, auf die Fundgebühren und grundherrlichen Ertrags-Anteile bei diesen Bergwerken verzichten. 

Da muß also um diese Zeit im Lungau allerhand "fündig" geworden sein. Denn sonst hätte sich das Domkapitel wohl kaum so intensiv um den alleinigen Besitz des Ertrages bemüht. Offenbar hat man gerade damals das Goldbergwerk in Schellgaden in Betrieb genommen. 

Aber auch der Abbau an der Zinkwand in Weißpriach und am Fuße des Granizl ist damals 1287 mit Sicherheit eingeschlossen gewesen. Die in der Urkunde genannten domkapitlischen Besitzungen haben sich hauptsächlich über die Täler Muhr, Weißpriach und Kendlbruck erstreckt. Gerade um diese drei Winkel ist es dem Kapitel besonders zu tun gewesen, weil eben an diesen Stellen der Bergbau einen bedeutenden Gewinn erhoffen ließ. 

Und Haupt-Beauftragte für die Ausbeutung dieser Bergwerke waren die Ritter von Weißpriach. Das ist auch des Rätsels Lösung, warum diese Familie derartig reich geworden ist. 

Hören wir wiederum, was Kürsinger diesbezüglich (S. 587) über Weißpriach geschrieben hat: "Man findet in diesem Tale viele aufgelassene Bergstollen zum Beweise, daß die Bergwerke in demselben in der Vorzeit lebhaft betrieben worden sind. Der alte Lederwasch mag daher ganz recht haben, wenn er in seinem Berichte an die salzburgische Regierung auf den damals noch bestehenden reichen Bergsegen aufmerksam macht, was wohl jetzt auch noch der Fall ist. Im Mooshamer Archive fand ich hierüber folgendes: Jahr 1615. "Hans Venus und l Consorte haben das Kupferbergwerch im Weißpriach erhandelt und solle für die Arweither ein Geld zur Bezahlung anhero geschickt werden.""Hans Venus und l Consorte haben das Kupferbergwerch im Weißpriach erhandelt und solle für die Arweither ein Geld zur Bezahlung anhero geschickt werden.""Hans Venus und l Consorte haben das Kupferbergwerch im Weißpriach erhandelt und solle für die Arweither ein Geld zur Bezahlung anhero geschickt werden."

Jahr 1620. "Wegen von Rudophen Thanner im Zederhaus erfundenen Kupfer, Auferpauung eines öferls in Weißpriach und eines Puchers und wegen des Kollholz sollen die Interessenten vernommen und der Bericht erstattet werden" (Kollholz = vorgezeigtes Holz zum Brennen von Holzkohle).

Jahr 1743. "Josephen Sünhueber, Gewerken allda, Ansuchen um 140 Stamm Holz zu Erpauung eines Eisenbergwerchs im Weißpriach und Zederhaus." 1751. "Joseph Sünhueber an der Rüttenburg außer Salzburg und Gewerken im Pundschuech, Kendlbrugg, Linitz, Muhr und Weißpriach wegen verkauffen wollenden Bergwerchern."  

Gerade aus diesem letzten Berichte von 1751 läßt sich ersehen, daß der Bergsegen im Niedergange gewesen sein muß, weil der Bergwerksunternehmer Sünhueber, der in der Riedenburg in Salzburg seinen Ansitz hatte, alle seine Bergwerksbetriebe im Lungau verkaufen wollte. Interessanterweise ist da auch die Lignitz genannt; es ist ein klarer Beweis dafür, daß der Bergbau damals auch in diesem Nachbartale noch aufrecht gewesen ist. 

Im Weißpriachtale lassen sich nicht weniger als elf Bergbaubetriebe nachweisen: drei am sogenannten Knappenstuben-Graben an der Berglehne südöstlich vom Grangiergute, zwei Verarbeitungsbetriebe beim Eingang in das Znachtal, vier im hinteren Znachtal, insbesondere an der Zinkwand, ein Pucher in den Landau und eine Hochofenanlage mit einem angeschlossenen bedeutenden Hammerwerke auf dem Gelände der nachmaligen Augustin-Sägemühle. 

Die weitaus wichtigste Fundstelle aber ist zweifellos die Zinkwand gewesen. Lassen wir darüber nochmals Kürsinger mit seinen Seiten 585—587 zu Worte kommen: "Dort oben im Nordosten des Tales hebt den kahlen Felsenkopf hoch in die Lüfte die Zinkwand. Die Kontur derselben ist großartig; eine steile fast senkrechte Wand starrt dem Wanderer entgegen; und da oben an der Wand haben einst die Knappen ihren Ab und Zugang gehabt, da oben, wo ein verfallener Stollen Zeugnis gibt, daß auch auf unserer Seite in früherer Zeit das ,Glück auf versucht wurde. Meine Nachfrage erhielt kurz folgende Aufklärung: An der Zinkwand wird auf Kupfernickel und Kobalt gebaut; früher hatte eine Gesellschaft, die , Wiener Kobalt-Gewerkschaft', diesen Bergbau inne. 

Gegenwärtiger Eigentümer dieses Bergwerkes ist der montanistische Hofrat Rudolf von Gerstorf in Wien. Die Anbräche sollen im Abnehmen sein. In früherer Zeit machte diese Kobaltgesellschaft gute Geschäfte, da sie den meisten Kobalt und dessen Schliche, wie auch Kupfernickel an die Blaufabrik der Reichsabtei Gengenbach (im Schwarzwald) verkaufte. 

Noch an Ende des vorigen Jahrhunderts betrug die jährliche Ausbeute gegen 300 Zentner. Von dem in den Berggruben nötigen Holze soll der Klafter auf einen Dukaten zu stehen kommen, da es auf solche Höhe nur auf dem Rücken aufwärts getragen werden kann. Durch den auf der Lungauer (Weißpriacher) Seite aufgelassenen Stollen kommt man mitten durch die furchtbare Wand vom Lungau nach Steiermark. Der Hauptbau ist dermalen in Steiermark. Die Bergknappen müssen auf solcher Höhe viel ausstehen. Wer sich hierüber vom geognostischen Standpunkte näheren Aufschluß verschaffen will, den mache ich auf jenen interessanten Aufsatz aufmerksam, welcher über die Zinkwand in dem Jahresberichte vom Jahre 1841 der steiermärkischen ständischmontanistischen Lehrgesellschaft zu Vordernberg von dem als tiefgebildeten Montanisten und Geognosten hochgeschätzten Professor Tunner, Seite 220 u. f. verfaßt, zu lesen ist. Ich füge hier die dem Titelblatte entnommene Skizze bei."  

Und weiter schreibt Kürsinger: "Der Freund wüster Felsenkare mit kleinen blauen Eisseen findet ein solches hinter der majestätischen Zinkwand; doch ist dieser Anstieg nur einem sehr geübten und schwindelfreien Bergsteiger anzuraten. Auf diesem beschwerlichen und gefährlichen Wege kommt man durch die Zinkwandscharte hinaus in das Schladminger Obertal, fortwährend über Felsen; in einer halben Stunde befindet man sich an den Kobaltgruben, wozu die Knappenstube eine Stunde weiter talwärts liegt, beständig von 810 Knappen bewohnt. Von der Knappenstube führt der eine Steig fortwährend über Felsen hinab zu der anderthalb Stunden entfernten stattlichen Rojerhütte in der Neualpe, während der andere Steig durch das Neualpental herüber über Gewände in das Lignitztal führt. Von hier bietet der riesige Dachstein einen schönen Anblick."  

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Diesem Berichte hat Kürsinger in seinem Buche auch die Zeichnung von Prof. Tunner mit einem Aufriß der Schichten und Erzlager an der Zinkwand beigefügt. Von den
"
netten gastlichen Häuschen", die Prof. Tunner hervorhob, sind noch die Ruinen zu sehen.

Das interessanteste und auch heute noch verhältnismäßig gut erhaltene Bauwerk ist der tiefe, steingemauerte Gang, der von der Einstiegstelle in der Zinkwand über den Hang westwärts führt zur einstigen Abwurfstelle für die Erzsäcke. 


Die Abdeckung ist leider schon verschwunden, aber man kann sich heute noch gut vorstellen, wie da einstmals tief unter dem Schnee gearbeitet worden ist. 

Und weiter führt der Steig herüber zur einstigen Brunnenstube, die auch in Stein ausgemauert war und selbst im tiefsten Winter in dieser Höhe Wasser spendete.

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Und noch weitere hundert Schritte westwärts liegen die Ruinen der ehemaligen Knappenunterkünfte und auch der gemeinsame Herd ist noch gut zu erkennen. 

Es ist eine eigenartige Stimmung, die einen da überkommt, wenn man in diesem hohen stillen Felsenkar jetzt diese Zeugnisse ehemaliger Erwerbstätigkeit betrachtet und die Sonnenstrahlen die braungelben Erzadern der Zinkwand zum Leuchten bringen. Im Anblick der zahlreichen übereinanderliegenden Stollenöffnungen in der hohen Wand erinnert man sich an die Schilderung alter Leute, die da sagten, die Zinkwand sei wie ein Käs durch und durch voller Löcher, in denen die Knappen wie Würmer sich durchgefressen haben.

In der Zeit um 1925 wurde der Bergbau an der Zinkwand nochmals versucht, war aber nicht mehr rentabel. 

Im Volk wird heute noch erzählt, daß etwas tiefer herunten südlich vom Hauptstollen auch Silber gefunden worden sei und dieses auch gleich dort beim "Silbergrübl" geschmolzen wurde. Daß Silber gefunden wurde, dürfte stimmen. Aber das Schmelzen dort oben ist wohl eine Erfindung, weil ja das Hinaufbefördern des Brennmaterials in solche Höhe doch zu teuer und beschwerlich gewesen wäre. Aber man sieht ohnedies heute noch weiter herunten im Kar recht deutlich die Poch- und Waschanlage. Hier hat die "Schlemmhütte" gestanden. Auch eine kleine Erzschmelze muß vorhanden gewesen sein, weil noch Reste von Schlacken daran erinnern.


Doch die Hauptschmelzanlage für das Erz der Zinkwand lag ganz unten beim Eingang in das Znachtal. Eine dieser Verarbeitungsstellen lag knapp hinter den herunteren Almhütten und man kann noch recht deutlich die Mauerreste erkennen. Die zweite aber befand sich drinnen im sogenannten "Prantl", wo am Fuße der Talstufe die Wasserkraft des aus der Schlucht heraustosenden Znachbaches für die Erzmühlen und Blaswerke ausgenützt werden konnte. 

Sogar ein uralter Mühlstein ist durch den Grainmeisterbauern dort aus dem Bache geborgen worden, und er liegt jetzt noch dort.

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An
dieser Stelle war auch das Brenn- und Bauholz leichter zu beschaffen gewesen. Auch der dort vorhandene slowenische 
Flurname "Kreistn", der soviel wie Brand oder Feuer bedeutet und mit dem heutigen "Prantl" also gleichbedeutend ist, mag darauf hinweisen, daß bereits die Windischen seinerzeit hier schon Schmelzanlagen betrieben haben. 

Die Verhüttung der aus den Stollen des Knappenstubengrabens gewonnenen Erze erfolgte, wie schon vorangehend bemerkt, auf dem Gelände der späteren Augustin-Sägemühle in Hinterweißpriach. Die dort vorhandene Wasserkraft wurde für den Betrieb des Gebläses beim Schmelzofen und für das dort seit sehr alter Zeit ansässige Hammerwerk verwendet. 

Der zugehörige Pucher aber stand etwas weiter drinnen in der Landau, wie in den Urbarbüchern zu lesen ist. Dort wird auch die Schlemmhütte gestanden haben. Bevor das Erz in den Ofen kam, mußte auch die Menge gewogen werden. Die dazu benötigte Erzwaage stand in der Nähe der Brücke. Darum heißt diese Brücke bis heute noch die Waagbrücke und die Wiese zwischen Straße und Bach die "Waagwiese". 

Wie in den domkapitlisehen Akten zu lesen ist, wurde diese Waage später nach Mauterndorf verlegt, nachdem früher schon das alte Weißpriacher Hammerwerk dorthin transferiert worden war. Im Volke aber blieb die Bezeichnung "Hammerbach" bis heute lebendig und in den Urbarbüchern ist eine Bichlbauern-Wiese bezeichnet als "das Reut Christan des Hammers", heute genannt "Hammerl". Das in früheren Jahrhunderten sehr große Siglgut aber war der Sitz eines Gewerken, der von dort aus alles gut beaufsichtigen und auf solche Weise den ganzen Betrieb auch ertragreich gestalten konnte. 

Als um 1420 herum das Geschlecht der Ritter von Weißpriach seinen Höhepunkt erreichte, da ist Burkhart, der Vater des gleichnamigen Erzbischofes, als wohlhabender Gewerke dort gesessen und das Gut wurde vermutlich als "Burkhächten" bezeichnet. Als dann später der Sohn Sigismund, der Bruder des Erzbischofes, unter vielen anderen Gütern auch diesen Hof übernommen hatte, erhielt dieses Haus in der Bevölkerung den Namen ,,Sigl". 

Vor allem durch die Bergwerke war jene Familie reich, ja sehr reich geworden. Die Ausbeutung der Bergwerke von Weißpriach wird vermutlich ihre erste vom Domkapitel übertragene Aufgabe gewesen sein. Später waren sie dann beteiligt oder besser gesagt maßgebend an den Bergwerken in Ramingstein und hatten zu diesem Zwecke dort auch viel Grundbesitz "an der Mur", wie die Tamsweger Pfarrurkunden ausweisen. 

Aus dem reichen Ertrag der Bergwerke ließen sie in Ramingstein auch die Pfarrkirche erbauen. Weiters liest man in den Lehensbüchern von Besitzungen in Schellgaden. Und nicht weit davon am Eingang in das Zederhaustal hatten sie sich an der sonnigen Tallehne am "Gotweinsbach", oberhalb des heutigen Dorfes Oberweißburg, ein zweites Schloß erbaut. Von dort aus beherrschten sie nicht nur das Goldbergwerk im gegenüberliegenden Schellgaden, sondern auch das ihnen fast ganz zugehörige Zederhaustal mit verschiedenen Erzfundstätten. 

Kürsinger schreibt darüber Seite 605: "Schmelzwerke waren in uralten Zeiten zu Oberweißburg und früher vielleicht in Fell, bevor der Graben dortselbst alles tief verschüttet hatte." Auch in Zederhaus hatten darum diese Weißpriacher die Pfarrkirche auf ihre Kosten erbauen und mit Meßstiftungen und Grundbesitz versehen lassen. Auch in der ganzen Gegend von St. Michael waren sie reich begütert, wie die Lehensbücher zeigen. Besonders Stranach "unter dem Katschberg" scheint oftmals auf. Auch dort stand ja an der Mündung des Klausgrabens eine Schmelzhütte. 


Und abermals schreibt Kürsinger: "
Besonders hob sich St. Michael durch den Bergbau und das Hüttenwerk in der Au, wo die Erze verschmolzen wurden. Die Schmelzhütte sagt man, stand ungefähr da, wo jetzt des Färbers Werkstätte und Feld ist."

Da versteht man dann aber auch, warum gerade in der Kirche von St. Michael einige große Grabsteine ehemaliger Herren von Weißpriach anzutreffen sind, und zwar von 1388, 1468 und noch zwei andere mit nicht mehr lesbarer Jahreszahl.

Sie sind alle als Gewerken in jener Gegend an der Hauptquelle ihres Reichtums gesessen. Das alles hängt somit eigentlich auch mit Weißpriach zusammen.

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Aus der Orts-Chronik von Weisspriach

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