Der Arsenikabbau im Rotgülden

Der Bergbau von Rotgülden wurde in seinen Anfängen (14. Jahrhundert) auf Gold und Silber betrieben. Er entwickelte sich bis zum 19. Jahrhundert zu einem der bedeutesten europäischen Arsenikproduzenten. In der nahe gelegenen Arsenikhütte verarbeitete man das Erz zum fertigen Handelsprodukt Arsenik (Hüttrauch), das zur Hauptsache nach Venedig exportiert wurde. Arsenik wurde in der Glas-, Farben- und Ledererzeugung gebraucht, ein großer Teil ging auch für die Herstellung von Enthaarungsmittel in den Orient. Bergbau und Hütte wurde 1994 eingestellt. Die edelmetallhältige Arsenvererzung ist an Kalkmamor, Dolomit und Schwarzschiefer gebunden. 

Arsenbergbau Rotgülden um 1880
Arsenbergbau Rotgülden um 1880

Das Haupterz Arsenkies wird von Magnetkies, Pyrit, Kupferkies sowie von silber- und goldreichen Mineralien begleitet. Die Lagerstätte wurde mit Stollen in mehreren Horizonten erschlossen, die über Schächte und große Abbauhohlräume untereinander verbunden sind. Die älteren Teile des Grubengebäudes wurden händisch (mit Schlägel und Eisen sowie Feuersetzen) vorgetrieben. Der Friedrich-Stollen wurde im 19. Jahrhundert als Hauptförderstollen in Sprengarbeit aufgefahren. Das Bergwerk ist für Besucher nicht zugänglich.


Eine Seite zurück

               Lungauer Erzwege             
Die Lungauer Bergbau-Geschichte online
© TAURACHSOFT

zur Startseite