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Lungauer Belegstellen |
Nach dem Schlüpfen einer jungen Königin dauert es 3 – 6 Tage das diese „brünstig“ wird und sie sich zu ihrem Hochzeitsflug begibt. Bei diesen Ausflügen – es sind meist mehrere - paart sich die junge Königin mit ca. 12 – 15 Drohnen. Dies geschieht in der Luft während des Fluges und ist somit für den Imker (Bienenzüchter) schlecht kontrollierbar.
Der Imker ist aber bestrebt für seine Königinnen auch die bestmöglichsten Väter auszusuchen. Deswegen werden ausgesuchte Bienenvölker als „Vatervölker“ in bienenfreie Gebiete verbracht, wo dann diese ihr hochwertiges Erbmaterial weitervererben sollen.
Für diesen Zweck werden sogenannte Belegstellen eingerichtet - davon gibt es bei uns im Lungau gleich zwei: Lessach und Muhr/Muritzen.
Im gesamten Lungau gibt es nur eine Bienenrasse – die Carnica - dies bringt für die gesamte Imkerschaft in dieser Region den großen Vorteil, dass für eine reinrassige Königin nicht unbedingt eine Belegstelle gebraucht wird. Standbegattete Bienenköniginnen sind bei uns ebenfalls reinrassig !
Belegstelle Lessach:
Diese Belegstelle wurde schon im Jahre 1962 von der Zuchtgruppe Tamsweg im Laßhofer-Anger (hinteres Lessachtal) erstmalig betrieben. Damals waren schon 10 Züchter in dieser Zuchtgruppe. Im darauffolgenden Jahr wurde ein Bienenstand für die Vatervölker ein paar hundert Meter weiter taleinwärts errichtet. Der Obmann dieser Zuchtgruppe war damals Jakob Lassacher sen.
Die Belegstelle liegt auf 1300 m Seehöhe und ist von 2500 m hohen Bergen umgeben und nur gegen Süden offen.
Der nächste Bienenstand ist über 6km entfernt und bildet zugleich einen Drohnenschutzgürtel.
Heute sind 17 aktive Züchter in dieser Zuchtgruppe und diese sind nach wie vor die Elite unter den Lungauer Züchtern.
Auffahrt nach Vereinbarung; Kosten pro aufgelieferte Königin: 2 Euro
Ein paar Fotos aus Lessach
(alle Fotos können durch Anklicken vergrößert werden)
Belegstelle Muhr / Muritzen:
Die Belegstelle Muritzen (im Nationalpark Hohe Tauern) wurde im Jahre 1991 von der Ortsgruppe St. Michael unter dem damaligen Obmann Heinz Lammer in Betrieb genommen. Die Zufahrt erwies sich aber als sehr schwierig und so war der Belegstellenbetrieb leider nicht lange gesichert.
Im Jahre 2003 entschloss sich die Ortsgruppe St. Michael unter Obmann Hermann Rheinfrank die Belegstelle zu übersiedeln und wieder zu aktivieren. Im Jahre 2004 ging die Belegstelle wiederum in Betrieb.
Nach Osten ist diese Belegstelle offen, der nächste Bienenstand ist über 10 km entfernt.
Auffahrt nach Vereinbarung, vorzugsweise Freitag abends; Preis pro aufgelieferte Königin: 1,50 Euro
Ein paar Fotos aus Muhr
(beide Fotos können durch Anklicken vergrößert werden)
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Lungauer Bienenlehrpfad Göriach
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